Man kommt sich einsam, verlassen, verloren vor, als wäre man der letzte Mensch auf Erden, aber vielleicht auch doch wieder nicht ganz so furchtbar. Eher als hätte man die Liebe seines Lebens verloren, aber dann doch wieder schlimmer. Es ist einfach ein Gefühl, welches man nicht mit Wirten beschreiben kann. Man kann es nur selber spüren, fühlen, oder man hat keine Möglichkeit es zu verstehen. Doch Verständnis braucht man hier jede Menge. Um zu begreifen, wie so etwas gerechtfertigt werden kann. Wenn man dieses Denkvermögen des Verständnisses nicht aufbringen kann, dann ist es wie in einem endlosen, schwarzen Tunnel, ohne Licht, ohne eine Lampe, die einem den Weg leuchtet, ohne eine Hilfe, die einem den Ausweg zeigt. Man findet sich nicht wieder, man gibt einfach jedem die Schuld, ohne zu wissen, wer denn der Schuldige ist. Es ist ein endloses Wirrwarr im Kopf, dass einen um den Verstand bringen kann, wenn man es versucht ohne dieses Verständnis zu lösen. Doch wer hat heutzutage schon dieses Verständnis? Vermutlich die wenigsten. Und ich denke es wäre gelogen, wenn ich behaupten würde, dass ich genau dieses besitze und zu diesen wenigen gehören würde. Doch da ich dies nicht tue, muss ich mir auch keine Vorwürfe machen, dass ich jemanden belogen hätte, obwohl es natürlich mal eine außerordentliche Ablenkung wäre, wenn ich mich damit beschäftigte. Doch ich denke, dass ich dann auch grundsätzlich über Vorwürfe nachdenken müsste und somit wieder genau zu dem Punkt kommen würde, an dem ich gerade stehe, natürlich an dem Punkt, Fragen zu stellen. Fragen wie, wer Schuld gewesen ist, oder wie man es hätte verhindern können. Doch genau da stünde man vor dem nächsten Problem, denn oftmals wären es Fragen, auf die es keine Antworten gibt. Fragen, über die man sich solange den Kopf zerbricht, bis man als Irrer in einer Anstalt landet, oder bis man so wahnsinnig davon wird, dass man sich selbst wegen Vorwürfen das Leben nimmt. So viele Möglichkeiten, so viele Wege und doch führen in diesem Fall die wenigsten oder vielleicht auch gar keiner zum Ziel. Doch wer kann dies schon vorhersehen? Wer kann schon sagen, dieser sei der richtige Weg, oder dieser der Falsche. Es ist einfach ein auswegloses Grab, das man wirklich niemandem zumuten möchte. Doch immer wieder und dies nicht gerade selten, passiert es, dass Menschen in genau dieses Grab fallen und vergeblich nach einem Entrinnen suchen oder auf Hilfe hoffen. Doch auch wenn Hilfe kommt, ist diese oft machtlos gegenüber diesem endlos langen Tunnel. Ich meine, wer weiß schon wie man sich fühlt? Wenn dieser jemand dieses Gefühl nicht hat, wie soll er einem dann helfen? Wie soll er gegen diese Angst, Trauer, gegen diese Einsamkeit ankämpfen? Fragen über Fragen. Und wieder Fragen, auf die es keine Antwort gibt. Wie ich es schon sagte, ein auswegloser Tunnel, eine unbezwingbare Prärie, eine todesdürstende Wüste aus Verlassenheit, Einsamkeit und Kraftlosigkeit. Nichts überlebt, nichts.
[Johannes]
Die ganzen Gefühle die man sich über die ganze Zeit schon nicht erklähren konnte...und jemanden auf einmal erklähren zu müssen was er eigentlich für eine wichtige rolle spielt, was er in einem bewegt hat & wie viel Hoffnung man ihm nur durch einen Gedanken geschenkt hat, kann oft genau in diesem Moment nicht ausgedrückt werden obwohl man das für sich als letzten Ausweg gesehen hat. Im ersten Moment sind es die Vorwürfe sich gegenüber warum man überhaupt so falsch gehandelt hat und muss mit entsetzten feststellen das man sich am ende in eine unüberbrückbare Lehre stürzt. Obwohl man genau weiß wie sich jemand fühlt weiß man oft genau aus diesem Grund nicht wie man einem helfen kann. Keiner kann die Fragen beantworten weil man im Grunde die schmerzliche Wahrheit nicht erfahren will, so denke ich zumindest. Es ist einfach nicht leicht!
AntwortenLöschenWie recht du hast. Ja, viele kennen solche Gefühle, aber niemand weiß, was man dagegen tun kann. Eben das macht es so schwer. So sinnlos..
AntwortenLöschen