Samstag, 3. September 2011
Das Gebäude »Schönes Leben« – lange Planung, kurze Planung, es ist egal, wie lange sie schon dauert, sie kann auch spontan entstehen, aber sie ist da, die Planung. Und wenn es nur ein kurzes Ereignis ist, dass für den Bau oder die Fertigstellung des Gebäudes maßgeblich ist, es passiert, irgendwann, egal, in welchem Alter. Irgendwann ist diese Vorstellung von diesem Gebäude da und sie lässt sich nicht so schnell zur Seite schieben.
Und dann kommt der Tag, an dem der Bau beginnt, der kommt ganz plötzlich, irgendjemand meldet sich, dass die Arbeiten an dem Gebäude beginnen dürfen, man hat die Erlaubnis, das Bild des Gebäudes lässt einen nicht mehr los und man arbeitet, arbeitet, bis es so aussieht, wie es aussehen soll.
Und dann der Tag, an dem es fertig ist, man hat alles vorbereitet für diesen großen Tag, es steht alles bereit und man zieht ein, tatsächlich, manchmal merkt man gar nicht richtig, wie man einzieht, weil es so schön ist, wie ein Rausch, dann wieder zieht man bewusst ein, nimmt jedes Detail des neuen Lebens wahr und genießt es.
Und dann, im nächsten Moment, wenn das Gebäude »Schönes Leben« auf einmal ausgedient hat, nicht für einen selbst, aber für andere, also entscheiden sie sich, es abzureißen, egal, ob es dir gefällt oder nicht, scheißegal, ein kleines Ereignis, mit dem man nicht gerechnet hat, reicht, denn immerhin hat es gerade noch geklappt, wieso sollte denn auf einmal was schief gehen?
Und dann sieht man es zusammenstürzen, während es gesprengt wird, es ist so, wie es überall beschrieben wird, auf einmal sieht man in Zeitlupe, dass es passieren wird, es passiert gerade, als man nicht im Gebäude ist, man hat noch nicht mal eine Vorwarnung erhalten, keinen Brief, dass man doch bitte seine Sachen packen und verschwinden möge, nein, zu viel Arbeit.
Also steht man vor dem Gebäude, in dem man sich mal sicher gefühlt hast, es fällt in sich zusammen, ganz leise, obwohl es doch ganz laut sein müsste, aber man blendet die Geräusche aus, es ist, als würde ein Grashalm runterfallen, es ist halt einfach nichts. Wenn dann alles in sich zusammengebrochen ist, alle gegangen sind und man allein da steht, kommt die wirkliche Stille.
Und dann ist halt alles weg, soviel zum Gebäude »Schönes Leben«, geschenkt, das Gebäude liegt in Trümmern, der Staub von der Sprengung wirbelt noch schweigend und vorwurfsvoll herum, man hat manchmal ein bisschen was in den Augen und es rollt eine Träne, weil der Staub, das letzte Überbleibsel irgendwie im Auge juckt.
Und dann legt sich der Staub und es ist Ruhe. Schweigen.
Und dann, nach einer Weile, nach ein paar Wochen oder nach einer langen Zeit, dann beginnt die nächste Planung, für das Gebäude »Schöneres Leben«.
Und auch, wenn es wieder eine Enttäuschung wird, rafft man sich auf, für das Gebäude »Schönstes Leben« und irgendwann wird es klappen, ganz sicher, und man steht wieder auf, und wieder, denn am Ende ist es das Bauen und das Einziehen das, was es so wertvoll macht, dieses Gebäude.
Staub abklopfen, Kleidung grade ziehen, atmen. Noch mal atmen, moving on. Nächstes Haus. Nächstes Leben. Weiter. Leben. Weiter. Atmen.
Nein, den Text habe nicht Ich geschrieben. Ich habe ihn aus einem anderen Blog kopiert, weil ich ihn so schön fand. Der Blog ist von Sabine und hier ist der Link zu ihrem Blog, welchen ich übrigens auch sehr interessant finde ;-)
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xxx
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Ich freu mich zwar, dass dir mein Text gefallen hat, und du hast zwar drunter geschrieben, dass der Text nicht von dir ist, aber wenn du ihn schon kopierst, kannst du wenigstens einen Verweis auf meinen Blog setzen und am besten: vorher fragen. Oder einfach nur einen Link zum Blogpost setzen und nicht den Text kopieren. Denn so finde ich das jetzt ein bisschen unfair.
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