Der Optimist hat nicht weniger
oft unrecht als der Pessimist,
aber er lebt froher.
Charlie Rivel
*
Ich würde nicht sagen, dass ich ein Optimist bin, aber pessimistisch bin ich schon gar nicht. Eher lebe ich so im Dazwischen; als Realist.
Ich halte mich auch weiterhin daran, dass ich nicht mehr an die Vergangenheit denke. Ich vergesse schon das, was heute passiert ist. Dennoch gab es heute zwei Momente, in denen ich allein war, und mir die Tränen in die Augen stiegen. Ich dachte ich könnte nicht genau sagen warum, aber nach einigem Überlegen, weiß ich es doch. Beim ersten Mal hatte ich einfach Angst. Warum, möchte ich hier nicht sagen. Es hat mit niemandem was zu tun, eher mit mir, aber auch da nur eingeschränkt. Jedenfalls habe ich panische Angst bekommen und das war mir zu viel. Beim zweiten Mal war es einfach wieder der Gedanke, nichts zu können, immer nur zu versagen. Dieses Gefühl ist bei mir richtig schlimm. Denn es ist immer da, jeden Tag, jede Stunde. Bei fast jedem was ich mache, glaube ich, nicht genug zu tun.
Und obwohl ich sagen kann, dass es mir gut geht, dass ich ganz zufrieden mit allem bin, möchte ich einfach nicht mehr.
Es heißt, man kann aus allem das Beste machen. Vielleicht bekomme ich die Chance noch, vielleicht aber auch nicht. Fest steht, dass es mir im Moment reicht. Ich will nicht mehr in diese Schule gehen. Ich will nichts mehr mit ein paar Leuten zu tun haben. Ich will nicht mehr immer das Gleiche machen. Ich will nur noch weg. Weit weg. Für immer.
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