Ich weiß es nicht. Ja verdammt, ich weiß es nicht. Ich kann dir nicht sagen, was mit mir los ist. Du fragst ja noch nicht mal. Vielleicht ist es dir sogar egal, wie ich mich verhalte. Aber warum? Bin ich dir etwa auch egal? Oder nur meine Probleme? Willst du mit all dem nichts zu tun haben? Wie kann ich auf deine Hilfe hoffen, wenn es dich eh einen scheiß interessiert?! Ich weiß nicht mehr, wie ich mich verhalten soll. Rede ich von dem einen Thema interessiert es dich nicht. Rede ich von dir, fühl ich mich benachteiligt. Reden wir von etwas anderem fühle ich mich immer noch benachteiligt. Ist das nicht krank? Immer im Mittelpunkt stehen zu wollen und dann doch nichts auf die Reihe bekommen. Ich will das einfach nicht mehr! Am Besten abschalten und gar nichts mehr machen. Da sitzen und nichts sagen. Immer den anderen zu hören und die eigenen Probleme beseite schieben. Bis sich alles angestaut hat und zerplatzt. Wie ein Glas, dass am Boden in tausende von Scherben zerbricht. Lachen, auch wenn es nicht lustig war. Immer ein Lächeln auf den Lippen, auch wenn man innerlich schon tot ist. Den Tag überstehen, auch wenn man solche Schmerzen hat, dass man am liebsten sterben würde. Laufen, auch wenn man keine Kraft mehr dazu hat. Zuhören, auch wenn man mit den Gedanken immer woanders ist. Mitschreiben, auch wenn man nicht weiß, was. Schlafen, auch wenn man von Albträumen geplagt wird. Leben, auch wenn man schon lange aufgegeben hat.
Es ist ein Kreislauf, den man nicht unterbrechen kann. Man findet nicht heraus und kennt keine Wege mehr, die zum Ziel führen. Ist jeden Pfad abgelaufen und doch nie angekommen. Immer wieder im Kreis gelaufen und wieder am Anfang gestanden. Und am Ende immer wieder eine Mauer, die zu hoch ist, um sie zu überwinden. Man zerbricht immer mehr und kann es doch niemandem sagen. Und dann beginnt alles wieder von vorn. Das Lachen, das Lächeln, das Laufen, das Zuhören, das Schlafen. Das Leben.
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