Als ich dich das erste Mal richtig sah, warst du beschäftigt. Damit, eine andere zu küssen. Dieses Bild hab ich noch genau vor meinem Auge. Doch damals, da warst du mir noch egal. Ich kannte da noch nicht mal deinen Namen. Ein halbes Jahr später fielst du mir wieder auf, aber inwiefern weiß ich nicht mehr. Jedenfalls fing ich an, von dir zu reden. Ich addete dich im cc und Facebook. Aber dann kam wieder die Welle des Vergessens. Ich dachte nicht mehr an dich. Warst doch drei Jahre älter. Dann ging ich zum ersten Mal zum Chor. Ich saß in deiner Nähe. Und in der von anderen. An dem Tag warst du mir jedoch immer noch nicht richtig bewusst. Aber als ich dort saß, fühlte ich mich schrecklich hässlich und hätte mich am liebesten in einem Loch verkrochen. Mit der Zeit fielst du mir auch immer mehr auf, ich entdeckte Gemeinsamkeiten und fing an, von dir zu schwärmen. Unter anderem kam der Tag im OJH, als ich dieses wundervolle Lächeln sah. An dem Tag entwickelten sich Gefühle für dich und diese hielten auch noch eine Weile an. Bis es dann richtig extrem wurde. Ich glaube, es ist überflüssig zu erzählen, wie ich mich fühlte. War verliebt und voller Trauer. Aber mit der Zeit normalisierte sich mein Zustand wieder. Ich erkannte, dass es sinnlos ist, ständig an dich zu denken. Ich schaute in deine Augen und merkte, dass die Gefühle weg sind. Ich war erleichtert. Zurück bleibt eine andere Einstellung. Wenn ich dich jetzt sehe, denke ich nicht zurück, sondern an die Zukunft. An das, was noch kommen kann. Ich bin selbstbewusster geworden und sehe viele Dinge nicht mehr so verbissen. Ich bin frecher geworden, weil ich dir gefallen wollte. Ich versuche zu zeigen, dass es mich gibt. Habe gefallen an Dingen gefunden, die auch tust. Vielleicht passt es nicht zu mir, vielleicht ist es nicht gut für mich. Aber mir ist inzwischen so alles egal. Ich will einfach nur noch mein Ding machen und mein Leben leben! Auf andere brauche ich nicht hören, denn sie sind alle noch viel schlimmer. Machen mehr scheiße. Es ist uncool. Und jetzt komm ich.
Und insgeheim hoffe ich immer noch .___.
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