Ich hätte es gar nicht so erwartet. Aber jetzt merke ich, wie schlimm es wirklich ist. Ich bin fertig mit den Nerven. Hab schon Angst in meinem Zimmer zu schlafen. Stehe da, mit der Taschenlampe, leuchte die Wand an, sehe diese Schimmel flecken, gehe näher heran und sehe überall diese kleinen Weißen Pustel. Das war's dann wohl. Ich denke nicht, dass es so schlimm ist.. aber wenn mir die Tränen kommen, dann muss mein seelischer Zustand sehr am Ende sein. Dazu fühle ich mich, ehrlich gesagt, von meinen Eltern verarscht. Und heule wegen Kleinigkeiten, wie zum Beispiel, dass ich meine Zahnspange nicht mehr finde. Es ist krass. Den ganzen Tag bin ich super drauf, hab halt super Laune und dann Abends steh ich da und bin fertig. Kann nicht mehr und will nicht mehr.
Von wegen Ferien. Von wegen Ausruhen, Party machen, Freunde treffen und einfach pennen. Fast jeden Tag sitze ich vor dem Computer und mache irgendwas für die Schule. Facharbeit. Vortrag. Lateinübersetzung und -theorie. Und schon allein die Facharbeit beansprucht 'ne Menge Zeit. Dann noch der alltägliche Stress mit der Familie. Manchmal mit Freunden. Stress mit den Gefühlen. Stress mit sich selbst. Und wenn alles zusammenkommt, wie bei mir, dann Verzweifel ich eben an Kleinigkeiten und kann nicht mehr.
Aber ich hab gelernt, dass man genau ein was nicht tun soll. Aufgeben! Denn alles was ich hier tue, tue ich für etwas. Der Schulstress? Damit ich was im Job erreiche. Der Familienstress? Naja. Das ist einfach normal. Aber eine gute Erfahrung. Stress mit Gefühlen? Das kennt auch jeder. Der Stress mit Freunden? Nicht schön, eigentlich auch nicht gut. Aber vielleicht erkenne ich ja dadurch, wem ich vertrauen kann, und wem nicht. Und der Stress mit mir selbst? Eben damit ich mit all dem klar komme. Dass ich das alles durchstehe. Weil ich mich ändern will. Damit es hoffentlich leichter für mich wird.
Und ich werde, verdammt nochmal, kämpfen!
Und jetzt schlafen gehen.
Morgen früh raus.
Zu Linda(:
Cu.
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