Ich finde das Lied schön, aber es ist kein Lied, welches ich jeden Tag hören könnte. Aber ich finde die Bedeutung umso wichtiger!
"Sie quäken wie die Frosche“, spottete Heinrich Heine, der ein vernichtendes Urteil über das britische Musikleben fällte. Von der schrecklichen englischen Tonkunst kam Heine 1840 auf die vielgerühmte Courage der Engländer zu sprechen, die er als Aberglauben abtat, allerdings nicht ohne einzugestehen, dass, wiewohl die Masse durch den langen Frieden erschlafft sei, der Engländer als Individuen viel Mut beweise.
Von diesem Mut und von dem Vermögen, mangelndes Talent durch Entschlossenheit auszugleichen und dabei sogar ungeahnte Begabungen zutage zu fördern, zeugt der Chor von rund vierzig Soldatenfrauen, der Dank ihres engagierten jungen Leiters Gareth Malone die Herzen der Briten und den heiß umkämpften ersten Platz der Weihnachtshitliste erobert hat.
Halt im Chor
In einer Garnison in Devon hat Malone Gattinnen und Freundinnen von Afghanistan-Kämpfern zum Singen motiviert. Sein Ehrgeiz war es, den still leidenden, in der Routine verstumpfenden oder schlechte Nachrichten fürchtenden Frauen auch im übertragenen Sinne eine Stimme zu geben. Ähnliches hatte er, der selber aussieht wie ein altmodischer Chorknabe, schon mit Jungen aus einer gewöhnlichen Staatsschule und mit den Bewohnern einer Sozialbau-Siedlung erreicht.
Aus dem Prozess, wie er diese ungelernten Stimmen animiert und formt, hat die BBC mehrere Reality-Fernsehfolgen gedreht, die einen dankbaren Kontrast zu den schrillen Talent-Shows bilden. Keine der Staffeln aus der Serie „The Choir“ hat jedoch so viel Resonanz gefunden wie jetzt die „Military Wives“, die zum Gedenktag der Gefallenen aller Kriege vor der Königin mit dem Lied, „Wherever you are“ in der Royal Albert Hall aufgetreten sind. Der Text stammt aus den Briefen der Frauen und ihren Männer.
Für Königin und Vaterland
Dieser Tage haben die „Military Wives“ in Downing Street für David Cameron Weihnachtslieder gesungen. Es gibt T-Shirts mit „Mein Mann schützt Königin und Vaterland“ auf der Rückseite, vorne steht „Und ich singe für Königin und Vaterland.“ Unter Malones inspirierter Anleitung hat der Frauenchor noch viel mehr bewiesen: die Überwindung von Selbstzweifeln, die durch gemeinsames Musikmachen erzeugte Verbundenheit sowie die Fähigkeit, durch Singen unterdrückten Gedanken und Gefühlen Ausdruck zu verleihen. Es ist eine Weihnachtslegende, die selbst steinerne Herzen erwärmt."
Ich hoffe, dass ihr meine Meinung teilt!

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